Zu den am meisten missverstandenen Wörtern und Konzepten gehört derzeit sicherlich das der Achtsamkeit. Deshalb habe ich mich entschieden, das Wort „buddhistische“ voranzustellen. Es gibt viele populäre Artikel, die erörtern, was Achtsamkeit ist und was nicht, und ich verweise dich heute auf diesen nützlichen Artikel von Ein Guter Plan.
Wichtig ist, dass wir von Anfang an erkennen, dass die Praxis der Achtsamkeit kein weiteres Joch ist, das wir freiwillig tragen und das uns sanft zu einer weiteren Selbstoptimierung zwingt. Es ist keine Praxis, die darauf ausgerichtet ist, mehr zu sein oder mehr zu tun (my, myself und I). Vielmehr ist es die Praxis, die es uns ermöglicht, zu erkennen, dass diese Kräfte auf uns wirken, sie zu verstehen, zu akzeptieren und zu transformieren.
Lassen wir einmal die vielen Definitionen und Etiketten beiseite, die wir alle so sehr brauchen, um den Eindruck zu bekommen, dass wir die Realität verstehen und kontrollieren. Achtsamkeit ist einfach eine grundlegende Funktion des Geistes, ohne die unser Verhalten inkohärent und neurotisch wäre. Aus dieser Perspektive kann man also weder von einer buddhistischen Achtsamkeit, noch von einer europäischen, psychologischen, säkularen oder religiösen Achtsamkeit sprechen. Es gibt nur eine Art der Achtsamkeit und das ist die menschliche Achtsamkeit. Auf ein Minimum reduziert, ist Achtsamkeit Leben.
Die Achtsamkeit bei BAUM ist „buddhistisch“, weil sie in der Lehre des Buddha verwurzelt ist, wie sie in den überlieferten buddhistischen Sutras in der Pali-Sprache festgehalten wurde. Das Wort „buddhistisch“ ist eine Anerkennungsurkunde und ein Hinweis auf den korrekten Ursprung dieser beeindruckenden Bewusstseinsschulung. Das bedeutet aber nicht, dass man Buddhist sein muss, um buddhistische Achtsamkeit zu praktizieren.
Die Praxis der Achtsamkeit ist für alle Menschen und alle religiösen Richtungen offen. Es geht dabei nicht um eine Anerkennung des Glaubens oder ähnliches. Du brauchst keine theoretischen Grundannahmen, sondern nur einen motivierenden Drang anzufangen sowie eine aufrichtige und zärtliche Offenheit dir selbst gegenüber.



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